Was soll das?

 

Studierende ermöglichen bessere Essensversorgung

 

Die Studierendenvertretung der Hochschule der Medien sorgt sich bereits seit langem um eine Verbesserung der Essensversorgung an der Hochschule. Doch bislang ohne nachhaltigen Erfolg. Deshalb organisiert die Verfasste Studierendenschaft in Zusammenarbeit mit dem Studierendenwerk ab dem 5. April eine eigene Mittagessensversorgung an der HdM.

Verschiedene Parteien sind derzeit an einer langfristigen Auslegung der Essensversorgung auf dem Campus beteiligt, damit in Zukunft Studierenden und Mitarbeitern preiswerte, gute und standortnahe Verpflegung ermöglicht wird.
Diese Planungen zielen auf eine langfristige Verbesserung ab – eine Zielsetzung, die auch von der Verfassten Studierendenschaft der Hochschule der Medien (HdM) als maßgeblich angesehen wird.
Den Studierenden der HdM ist das Thema schon seit Jahren ein Anliegen, die Zufriedenheit mit der Versorgung an der Hochschule ist gering, die Preise werden als zu hoch empfunden.
Die Mensa auf dem Campus befindet sich bereits an den Grenzen ihrer Kapazität, sodass aufgrund der relativ großen Entfernung bei einer Stunde Mittagspause und langen Schlangen für die HdM-Studierende kaum genügend Zeit fürs Essen bleibt.
Das Studierendenwerk würde seinem gesetzlichen Versorgungsauftrag gerne besser nachkommen, kann es aber nicht. Denn das für die Vergabe der Cafeteria zuständige Amt für Vermögen und Bau hat einen Pachtvertrag mit einem privaten Betreiber geschlossenen. Dieser enthält ein Alleinverköstigungsrecht, das Dritten erst einmal verbietet, alternative Versorgungsangebote zu bieten. Eine solche Regelung ist indes bei derartigen Vergaben gängige Praxis – das Problem liegt für die Studierendenvertretung und die Hochschule viel grundsätzlicher. Denn trotz der bereits seit langem kommunizierten Unzufriedenheit aller Betroffenen lässt das für die Vergabe verantwortliche Amt für Vermögen und Bau Stuttgart aus seinen Handlungen keinen Willen zur Änderung erkennen.
Ganz im Gegenteil: Noch vor Ende der Laufzeit des bis dahin bestehenden Pachtvertrags wurde dieser durch einen ähnlich lautenden Neuvertrag ersetzt, der den Vertrag mit dem Pächter um weitere fünf Jahre bis Ende 2021 ausgedehnt. Eine erneute Ausschreibung geschah nicht.
Den Studierenden stellt sich hier die Frage: Warum wird dem steten Ruf nach einer besseren Versorgung an der HdM nicht Rechnung getragen und diese trotz der bekannten Missstände auch nach Jahren nicht gelöst? Die Neufassung des Pachtvertrags durch das Amt für Vermögen und Bau Stuttgart war hierbei sicherlich nicht hilfreich.
Auch das Studierendenwerk sieht bei der Versorgung an der HdM Handlungsbedarf: „Die Versorgung der Studierenden ist unter den bekannten Bedingungen zu bezahlbaren Preisen gegenwärtig nicht möglich”, schrieb Studierendenwerks-Geschäftsführer Tobias M. Burchard in einem Schreiben an das Wissenschaftsministerium. Er würde als Partner sofort zur Verfügung zu stehen und damit ein Betreiberwechsel ohne Unterbrechung vonstattengehen. „Für den Fall eines möglichen Betreiberwechsels der Cafeteria erkläre ich mich für die kurzfristige Übernahme der Versorgungsaufgabe vor Ort schon heute bereit.”

Um eine kurzfristige Zwischenlösung bieten zu können und erneut Aufmerksamkeit auf die Missstände in der Versorgung der Hochschule zu lenken, organisiert die Verfasste Studierendenschaft der HdM ab dem 5. April 2016 eine eigene Mittagessenversorgung. Diese ermöglicht den Studierenden der HdM, auch am Standort der Hochschule von den mit ihren Geldern subventionierten Essen profitieren zu können.
Umgesetzt wird die Versorgung, indem die HdM-Studierenden auf der von der Studierendenschaft betriebenen Plattform essen.vs-hdm.de ihre Essen werktäglich bestellen und online bezahlen können. Die Bestellungen werden jeden Mittag vom Studierendenwerk zubereitet und verpackt. Ein Kurierdienst liefert diese in die Nähe der Hochschule und gibt diese an die Studierenden aus.
Die Aktion zeigt: Eine Versorgung an der Hochschule ist in Zusammenarbeit mit dem Studierendenwerk möglich. Die durch Verpackung und Anlieferung entstehenden Kosten ließen sich vermeiden, wäre die Cafeteria der Hochschule vom Studierendenwerk betrieben; geringe Kapazitäten der Küche könnten durch Synergieeffekte mit der zentralen Mensa auf dem Campus entschärft werden. Vor allem aber kann das Studierendenwerk in einem weit höheren Maße für eine bedarfsgerechte Versorgung in die Pflicht genommen werden, als es von einem privaten Betreiber verlangt werden kann. Deshalb möchte die Studierendenschaft dazu anzuregen, die aktuelle Vertragskonstellation erneut kritisch zu hinterfragen. Denn die Versorgung an der Hochschule sollte von denjenigen gestellt werden, die diese am besten erfüllen können.
Vor allem aber beweisen die Studierenden: Dank der hohen Kooperationsbereitschaft des Studierendenwerks und der Hochschule mit der Studierendenschaft konnte das Angebot mit einem kleinen Team in nur acht Wochen realisiert werden. Dies zeigt auf, was möglich wäre, würden alle Beteiligten zusammenarbeiten.
Kontakt
Verfasste Studierendenschaft der HdM
Nobelstraße 10
70569 Stuttgart

vs@hdm-stuttgart.de
Tel.: 0711 8923-2631